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Death Valley: Badwater

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Wir wollten unbedingt den tiefsten Punkt Nordamerikas besuchen. Dies bedeutete nur wenige Meilen Autofahrt von Furnace Creek, also problemlos machbar.

Allerdings war es uns bei über 50°C schon ziemlich warm. Am Parkplatz angekommen schauten wir uns zuerst den kleinen Tümpel mit salzigem Brackwasser an. Das ganze Jahr über tritt aus einer Quelle Wasser aus den umliegenden Bergen aus.

Interessanter fanden wir den ca. 500 m langen Weg über die Salzkruste in Richtung Senke. Wir setzen unsere Sonnekappen auf, jeder packte sich eine Flasche mit Wasser und einen Fotoapparat oder iPhone. Bei dieser Hitze ist ein kurzer Spaziergang in der Sonne sehr grenzwertig. Wir liessen uns Zeit, machten Fotos.

Nach etwa der Hälfte der Strecke beschloss Anna, nicht weiter zu gehen, sie kehrte alleine um zurück zum Auto. Michael ging noch hundert Meter weiter, machte noch zwei Fotos und kehrte dann auch um.

Obwohl wir den Parkplatz gut sehen konnte, der nur einige hundert Meter weg war, schien diese Strecke under diesen Temperaturen doch ziemlich weit. Jeder von uns ging sein eigenes Tempo. Und wir alle versuchten mit möglichst weniger Energieaufwand in dieser trockenen Hitze wieder zurück zum Auto zu kommen.

Mir ging dabei durch den Kopf: „Was mache ich jetzt, wenn Anna bei dieser Hitze ohnmächtig wird“. Wie bekommen wir jemanden auch nur über eine kurze Strecke zurück zum Auto getragen? Was wäre, wenn ich jetzt hier umkippe.

Obwohl genug anderen Personen in Sichtweite waren, die einem bestimmt geholfen hätten, kommen mir an diesem Ort solche Gedanken in den Sinn.

Um so grösser ist dann meine Erleichterung, als sich die Autotüren wieder öffneten und wir hineinsteigen konnten. Hier ist es gefühlt 10 Grad kälter, die Klima-Anlage des 3.6 Liter Motors springt an und kühlt den Wagen relativ schnell auf eine angenehme Tempertur herunter.

Lena gab uns dann unser nächstes Ziel an: Artist’s Drive, auch noch im Death Valley.

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