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Seattle Underground

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Unten am Pioneers Place wird seit 1965 eine Führung durch den Untergrund angeboten.

Es wird dort erklärt, wie dieser Teil von Seattle nach dem Brand von 1889 wieder aufgebaut wurde. Dabei wurde die ganze Gegend um 5 m angehoben, um zum Einen das gesamte Terrain flacher zu machen, um nicht so steile Strassen zu haben, zum Anderen um im Untergrund Platz für sanitäre Installationen zu schaffen.

Bis vor dem Brand warn fast alle Häuser in Seattle aus Holz gebaut, aber auch die gesamte Abwasserversorgung war schlichtweg „Scheisse“ konstruiert. Bei Ebbe funktionierten die neuen Waterclosets aus England, bei Flut drückte das Seewasse das Abwasser aber mit ihrem gesamten Inhalt wieder hoch durch die Schüssel. Es muss damals keinen Spass gemacht haben, dort unten Downtown in Seattle zu leben.

Der Brand war also ein grosses Glück für die Stadt und gab die Chance, alles neu zu machen. Um aber keine Zeit zu verlieren, beschloss man, die Neuen Häuser temporär mit zwei Eingängen in unterschiedlichen Geschossen auszustatten. Zunächst wurden die Eingänge im Erdgeschoss genutzt. Dann wurden die Strassen zwischen den Häusern aufgeschüttet. Eine Zeitlang hatten die Gebäude zwei Eingänge und dann später wurde der gesamte Untergrund geschlossen. Das ursprüngliche Erdgeschoss wurde als Keller weitergenutzt. In der Übergangszeit konnte man aber auch gleichzeitig den Untergrund begehen, der durch einfache Glasbausteine im Bürgersteig Licht erhielt.

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