Ein weiteres Highlight im Zion National Park ist eine Wanderung in die Narrows, ein enger Canyon der durch den Viring River geschaffen worden ist.
Wir haben die Wanderung am späten Nachmittag unternommen, nach dem wir uns von unserem Hike auf Angels Landing erholt hatten.

Der Trail befindet sich am Ende des Parks und sind im Sommer nur über den Shuttlebus zu erreichen. An der Endhaltestelle 8 startet der Trail, der zunächst ca. 1 Meile asphaltiert rollstuhlgängig und Kinderwagentauglich in das Tal nach hinten führt. Irgendwann merkt man plötzlich, dass der Weg nass wird und alle Entgegenkommenden nasse Schuhe anhaben oder am ganzen Körper tropfen. Dann hört der asphaltierte Weg auf und Treppenstufen führen hinunter in den Fluss.
An dieser Stelle muss man das Flussbett zum Wanderweg machen. Entweder man wandert barfus (nicht zu empfehlen, da es auch manchmal spitze Steine im Fluss gibt) oder man zieht Wassersandalen oder Turnschuhe an, die später wieder trocknen.
Die „Profis“ aus Japan haben sich in Springdale spezielle Wasser-Wanderschuhe und entsprechende Wanderstöcke gegen Gebühr geliehen. Dies ist machbar und möglicherweise auch hilfreich, Turnschuhe reichen jedoch für dieses Abenteuer vollkommen aus.

Beim Waten durch das Wasser ist ein Wanderstock als zusätzlich Stütze sehr hilfreich. Es liegen aber beim Start der Wasserstrecke auch alte Wanderstecken herum, die führere Wanderer dort für Nachfolger deponiert haben. Diese kann man sich mitnehmen oder man sucht sich selber noch einen (was vermutich jedoch Tausende vor einem schon gemacht haben und daher schwierig werden könnte).
Als wir im Fluss wateten war der Durchfluss meiner Meinung nach schon relativ hoch, weil es am Tag vorher schon geregnet hatte. Viel mehr Wasser möchte ich für diese Wanderung nicht haben, weil die starke Strömung doch schon relativ stark versuchte, die Standbeine weg zu spülen.
Gut ausgefürstet watet man nun einige Kilometer durch die enge Schlucht immer weiter nach hinten. Die Schlucht wird immer enger, die Wänder immer höher. Man watet mal links im Flussbett, mal rechts, teilweise hat es auch einen kleinen trockenenTrack am Ufer. Nach jeder neuen Kurve wartet ein neues Abenteuer, eine andere Sicht.
Als wir in die Schlucht hineinwateten waren nach ca. 1 Meile die Lichtverhältnisse so schön, dass die nassen Felsen im Sonnenlicht gar golden leuchteten.

Fazit: Wir haben die Wanderung am späten Nachmittag gemacht, weil es dann in Springdale schon wieder kühler war. Das die Narrows jedoch meisst in einer schattigen engen Schlucht liegen, ist diese Wanderung vermutlich den ganzen Tag über angenehm.
Mitte August war die Wassertemperatur so angenehm, dass wir trotz ständig nasser Füsse nicht gefroren haben.
In Turnschuhen ist der Weg im Fluss gut machbar, ein Wanderstock ist jedoch sehr hilfreich.